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Wie verhindere ich Plagiate?

Um Plagiate zu verhindern, müssen Sie bestimmte Regeln korrekten wissenschaftlichen Arbeitens kennen und anwenden können. Diese sollten Ihnen an erster Stelle von ihren Lehrenden vermittelt werden.1 Die wichtigsten Grundlagen werden nachfolgend in kurzer Form erläutert.

Wissenschaftliches Arbeiten

Jede wissenschaftliche Arbeit basiert in der Regel auf der geistigen Vorarbeit anderer. Wenn Sie sich mit einem Thema schriftlich auseinandersetzen, müssen Sie den jeweiligen Stand der Forschung kennen und mit Ihren eigenen Worten darlegen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen entwickeln Sie das eigene Werk, stellen eigene Thesen auf, etc. Dabei müssen Sie auf alle herangezogenen Quellen verweisen und übernommene Auszüge als Zitat kennzeichnen.

Richtig zitieren

Eine Grundvoraussetzung um Plagiate zu vermeiden, ist das richtige Zitieren. Alle Stellen, die Gedankengut anderer enthalten, müssen mit Quellenangabe gekennzeichnet werden. Eine detaillierte Beschreibung, worauf beim Zitieren zu achten ist, finden Sie unter Zitiertechniken.

Um abzusichern, dass alle Quellen richtig aufgeführt sind, können Sie ein automatisiertes Programm zur Plagiatsuche nutzen.2 Mit Hilfe professioneller Analysetools werden Ihnen dort übersehene Quellen und Zitate direkt im Text angezeigt. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, Fehler umgehend zu verbessern und Plagiate im Vorfeld zu vermeiden.

Achtung: Schon bei Plagiatverdacht müssen Sie mit ernsten Konsequenzen rechnen. Geben Sie daher von vorn herein eine vernünftig recherchierte Arbeit ab!

Anspruch an Wissenschaftlichkeit

"Im Laufe Ihres Studiums werden Sie mehrmals vor die Aufgabe gestellt, eine wissenschaftliche Arbeit zu erstellen. Je weiter Ihr Studium fortgeschritten ist, desto größer dabei auch der Umfang der Arbeit sowie der Anspruch an Wissenschaftlichkeit und Eigenständigkeit."3

Bevor Sie mit der Recherche für eine Arbeit beginnen, müssen Sie sich deren Art und den damit verbundenen Anforderungen bewusst sein. Je nach Lern- bzw. Studienstand gibt es verschiedene Formen wissenschaftlicher Arbeiten:

Der Einstieg in das wissenschaftliche Arbeiten beginnt schon in der Schule, z.B. in Form eines Referats. Während des Studiums schulen Sie Ihre Fertigkeiten durch das Verfassen von Haus- und Seminararbeiten. Am Ende des Studiums stehen die Bachelor-, Master- oder Diplomarbeit. Weitere wissenschaftliche Arbeiten sind z.B. Dissertationen und Habilitationsschriften, die einen sehr hohen Anforderungsgrad haben.4

Hinweis: Je höher Schwierigkeitsgrad und Umfang einer wissenschaftlichen Arbeit, desto strenger sind die Anforderungen und die Konsequenzen im Fall von Plagiatverdacht.

Richtiges Vorgehen

Zu aller erst steht die Themensuche und die Formulierung der Problemdefinition. Im nächsten Schritt erfolgt die Materialsuche und die Auswertung des Materials. Überprüfen Sie hier schon die Zuverlässigkeit und die Richtigkeit der Quellen. Im Anschluss daran sollte eine Gliederung der Arbeit verfasst werden. Erst nachdem dies erledigt ist, sollten Sie mit der schriftlichen Ausarbeitung beginnen. Nach Abschluss sollten Sie die Arbeit immer Korrektur lesen und alle Quellenangaben auf deren Richtigkeit überprüfen.5 (siehe Zitiertechniken)

Achtung: Viele Lehreinrichtungen nutzen automatisierte Plagiatsuch-Programme. Überprüfen Sie daher vor Abgabe der Arbeit die Richtigkeit Ihrer Quellen und Zitate!

Wissen einfordern

Wenn Ihnen im Unterricht oder im Seminar das korrekte wissenschaftliche Arbeiten nicht oder nur unzureichend vermittelt wird, ist es Ihr gutes Recht diese Arbeitsgrundlage einzufordern.

Sprechen Sie Ihre Lehrenden darauf an. Sagen Sie, an welcher Stelle Sie noch Hilfe benötigen. In der Regel sind Lehrer und Dozenten gerne bereit, Ihnen zusätzliche Hilfestellungen zu geben.

Bei Verletzung der Lehrpflicht haben Sie darüber hinaus das Recht, sich an die nächst höhere Instanz zu wenden und dort zu beschweren.