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Was ist ein Plagiat?

Ein Plagiat (lat. plagium 'Menschenraub') ist die Aneignung fremden geistigen Eigentums.1

Im schulischen und universitären Bereich spricht man von einem Plagiat, wenn einzelne Wörter, ganze Textpassagen oder Strukturen übernommen werden, ohne dass auf die Quelle und den Autor verwiesen wird.

Wissenschaftliches Fehlverhalten

Zwischen wissenschaftlichem Fehlverhalten und einem Plagiat liegt eine Grauzone. Beide Fälle können oftmals nicht eindeutig voneinander getrennt werden.

In der Praxis handelt es sich bei wissenschaftlichen Fehlverhalten meist fahrlässiges Verhalten, wie z. B. die unzureichende Prüfung von Quellenangaben oder eine falsche Zitierweise. Aber auch vorsätzliches Handeln kann als wissenschaftliches Fehlverhalten gemaßregelt werden.

„Wissenschaftliches Fehlverhalten liegt vor, wenn in einem wissenschaftserheblichen Zusammenhang oder bei wissenschaftlichen Arbeiten bewusst oder fahrlässig Falschangaben gemacht werden, geistiges Eigentum anderer verletzt oder deren Forschungstätigkeit in anderer Weise vorsätzlich geschädigt wird.“2

Wann spricht man von einem Plagiat?

„Unter einem Plagiat ist die ganze oder teilweise Übernahme eines fremden Werks ohne Angabe der Quelle und des Urhebers bzw. der Urheberin zu verstehen. Das Plagiat ist im Grund genommen eine Verletzung des Urheberrechts. Kürzere Passagen eines fremden Werkes dürfen zitiert werden. Dies setzt aber eine Kennzeichnung des Zitats und eine Angabe der Quelle voraus.“3

Im Zweifelsfall oder in Verdachtsmomenten, ob tatsächlich ein Plagiat vorliegt, ist eine eingehende Prüfung der verdächtigen Arbeit unabdingbar. Einen Leitfaden, welche Maßnahmen in einem solchen Fall getroffen und wie Plagiate im Text nachgewiesen werden können, finden Sie unter Verdacht und Fund.